Vogesen Tour 17. - 20.08.2001

Vogesen Tour 17. - 20.08.2001

Bereits im April 2001 wollten wir eigentlich in die Vogesen, da spielte uns das Wetter aber einen Streich und wir mußten die Tour abblasen. Dafür war uns Petrus im August sehr wohl gesonnen uns schenkte uns 4 ideale Motorradtage mit tagsüber warmen Temperaturen, Sonnenschein und nachts deutlicher Erfrischung durch teilweise heftige Gewitter und Regenschauer.

Mario, Rainer & Stefan waren bei dieser Tour dabei. Mit vier Motorrädern, zwei Zelten und jeder Menge Spaß brachen wir am Freitag um 14:00 Uhr Richtung Vogesen auf. Zuerstmal waren ein paar Kilometer Autobahn bis nach Raststatt zu überwinden. Bereits am Autobahnkreuz Engelberg standen wir schon im Stau. Doch schnell eröffneten wir einfach eine weitere Fahrspur und kamen so doch verhältnismäßig zügig voran.

Am Rhein kamen wir dann erstmals wieder richtig zum Stehen, denn eigentlich sollte an der Stelle eine Brücke sein, wo wir den Rhein überqueren wollten. Da gabs aber nur ne Fähre - also schnell umgedreht und weiter bis zu einer Brücke. Kurz darauf waren wir dann auch schon in FRANKREICH.

In dieser Jahreszeit sind die Städtchen, die wir auf unserer Route durchquerten sehr schön. Alles blüht und die "Ville fleuri" machen ihren Ortsschildern alle Ehre. Manchmal kam es uns vor wie in Holland, denn es sah sehr künstlich aus und die intensiven Farben schienen eigentlich nicht echt. Dazu kamen noch zahlreiche Häuschen in strahlenden Farben und Formen. Leider war hier alles noch sehr flach und mit langen geraden Straßen übersäht, so daß wir erstmal richtig Feuer gaben, um die in der Ferne sichtbaren Berge zu erreichen. Endlich wurden die Straßen enger, die Kurven kamen schneller hintereinander und der Spaßfaktor stieg gewaltig. Im Bärental konnten wir dann richtig Gummi geben und kilometerweise Super Kurven erfahren. Der Nachmittag verging dann natürlich wie im Flug und so langsam machten wir uns dann auch daran einen Platz für die Zelte zu suchen......

Auf einer Wiese hinter einem Sportplatz fanden wir genau den Fleck, den wir gesucht hatten. Feuerholz und Steine für eine Feuerstelle waren auch wie für uns bereitgelegt und so stellten wir kurzerhand die Zelte auf und machten ein angenehmes Lagerfeuerchen. Dann gab's erstmal was zu Futtern. Am Lagerfeuer besprachen wir dann auch erstmal unseren Tagesablauf für den nächsten Tag....... Frühstück - kurz Einkaufen - Mopped Fahren!!! Nachdem wir satt waren und zum gemütlichen Bierchen und Weinchen übergingen öffnete Petrus auch promt die Schleusen und es begann ein wenig zu tröpfeln. Unter einem Baum machten wir es uns gemütlich und genossen den restlichen Abend mit Benzingesprächen und Männerthemen. ;-).

Samstag Morgen - ca. 7:30 Uhr
Im Zelt neben uns regte sich schon was. "Das kann nicht sein - die beiden pennen sonst immer ewig!", meinte Rainer. Doch Mario & Stefan standen kurz danch schon im Freien. "Ja dann mal raus und Frühstücken!" Nachdem wir unseren Vortagsplan umgesetzt hatten schlängelten uns den gesamten Tag bergauf und bergab durch Täler und Höhen der Vogesen. Bereits kurz nach dem Start erreichten wir eine alte Burgruine, wo wir erstmals ein zweites Frühstück einwarfen und uns ein wenig die Sonne ins Gesicht scheinen ließen. Dann wieder auf die Moppeds und weiter.

Wir kamen gut voran und legten als nächsten Stop eine Badepause an einem Stausee ein und planschten erstmal etwas. Danach gings weiter bis zum Lac Blanche und Lac Noir in den Südlichen Vogesen. Auf einer kleinen Straße am Lac Noir (mittem im Wandergebiet) fanden wir dann unseren nächsten Schlafplatz für die hereinbrechende Nacht. Zelt aufstellen und Feuer machen waren schnell erledigt und unser Anblick erfreute noch zahlreiche Franzosen. Wir liesen es uns so richtig gut gehen und packten schnell die Würstchen zum Grillen aus.

Ab kurz nach Mitternacht erwartete uns dann ein heftiges Gewitter. Petrus ließ mal richtig Damf ab und wir dachten er will uns wohl zuerst wegwedeln und danach ertränken, denn es stürmte und regnete wie aus Fässern. Ab uns zu riskierten wir noch einen Blick auf die Motorräder, denn die standen in der Wiese und wir hatten doch etwas Bedenken, daß sie mit ihren Ständer versinken und womöglich umkippen könnten. Aber die blieben stehen und wir wachten am Sonntag Morgen wieder bei strahlendem Sonnenschein auf.

Sonntag - die "Balons" der Vogesen und die schönsten Paßsträßchen warteten schon auf uns als wir gegen 9:00 Uhr wieder die Reifen warmfuhren. Col du Bonhomme, Col de la Schlucht, Col du Herrenberg, ..... überall fuhren wir rauf und runter, legten die Maschinen in die Kurven, beschleunigten und bremsten im harmonischen Rhythmus. Jeder fuhr mal voran und ich suchte immer mal wieder nach einem netten Ort für ein paar Fotos.

Nach einem super Tag mit Sonnenschein und mächtig viel Kurven fuhren wir dann nochmals zu unserem bereits bekannten Zeltplatz vom Vorabend. Auch diese Nacht zeigte Petrus nochmal was er so machen kann und ließ es wieder aus allen Wolken regnen.

Montag Morgen - Tag der Heimfahrt
da Rainer bereits um 12:00 Uhr wieder in Stuttgart sein mußte, war am Morgen gerade mal für ein Kaffee Zeit und danach waren die Moppeds auch schon startklar. Mario und Stefan konnten alles etwas gemütlicher angehen lassen und wollten auch duch den Schwarzwald die Heimreise antreten. Das Wetter sah heute nicht mehr so toll aus und wir machten uns um 8:10 Uhr auf den Heimweg in Richtung Ausobahn.
Die Abfahrt zog sich doch ganz schön in die Länge, so daß wir erst um 10:00 Uhr die Autobahn erreichten. Jetzt hieß es dann auch "gib Gummi", denn Rainer sollte doch zumindest noch duschen und das Gebüsch aus dem Gesicht entfernen, bevor er im Geschäft antanzen sollte. So fegten wir mit 150 -170 km/h in Richtung Stuttgart und schafften es um 5 vor Zwölf in Kornwesthein zu sein.

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